Gaspreis Entwicklung: Strommarkt im Visier des Bundeskartellamtes
Gaspreis Entwicklung: Strommarkt im Visier des Bundeskartellamtes
Die Strom- und Gaspreis Entwicklung sind den Verbrauchern ein Dorn im Auge – verständlich ob der vergangenen Vorkommnisse im Gassegment. Nun fokussiert das Bundeskartellamt auch die 60 bundesweit größten Stromanbieter.
Dabei konzentriert sich das Bundeskartellamt weniger auf die regionalen Stromanbieter, um die Strom- und Gaspreis Entwicklung zu überprüfen; einzig regionale Anbieter sind RWE Rhein-Ruhr und Rheinenergie. Letzterer Strom-Anbieter sei allerdings nicht im Visier kartellrechtlicher Untersuchungen; dazu bestünde bei einem Strommarktanteil von weniger als einem Prozent auch keine Veranlassung, teilt Rheinenergie mit. Man frage hier nur um Informationen und Meinungen.
RWE hingegen ist eines der bundesweit größten Strom-Unternehmen. Der hauseigene Pressesprecher, Martin Pack, äußert sich: „Wir haben schon 2007 unseren Stromhandel überprüfen lassen. Dabei wurde bestätigt, dass wir keine Erzeugungskapazitäten zurückhalten. An unserem Verhalten hat sich seitdem nichts geändert.”
Als „Fassade” bezeichnet im Namen des Bundes der Energieverbraucher Aribert Peters, seines Zeichens Vorsitzender des Bundes, den Wettbewerb der Stromanbieter. Ihm zufolge sei die Strom- und Gaspreis Entwicklung eine Ausplünderung der Kunden. Milliarden würden zu viel gezahlt und die Anbieter würden überhöhte Gewinne einfahren. Noch immer marktbeherrschend am Strommarkt und damit maßgeblich stimmgebend in der Strom- und Gaspreis Entwicklung wären E.ON und RWE. Es gäbe keine Kontrolle der Strom- und Gaspreis Entwicklung durch den Wettbewerb – und auch keine vom Staat.
Peters weiter: „Der Wettbewerb erweist sich als Mogelpackung. Überhöhte Preise erhalten einen Heiligenschein, als seien sie von der unsichtbaren Hand des Wettbewerbs festgelegt worden. In entscheidenden Punkten sind die Strom- und Gaspreise dem Wettbewerb auch heute noch entzogen. Egal, von welchem Anbieter man Strom oder Gas bezieht, der Tribut an die Monopolisten muss entrichtet werden.”
Öffentlich sollte die Strom- und Gaspreis Entwicklung kontrolliert werden und die Energie-Monopolisten, die zweifelsohne immer noch bestünden, müssten transparent entflochten werden. Ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters sei dringend anzuraten; notfalls müsse sich der Verbraucher zivilrechtlich gegen die überzogenen Preise wehren. Die Gerichte stünden auf der Seite der Verbraucher; dieser sollte sogar Rückforderungen aus vergangenen Jahren geltend machen.
Widerspruch zu solchen Äußerungen legt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ein: Hierzulande habe man einen „transparenten Großhandelsmarkt”, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Es stünden mehr als 1.000 Strom-Anbieter zur freien Verfügung, sodass der Wettbewerb die Strom- und Gaspreis Entwicklung durchaus positiv beeinflusse. „Die fünf größten Handelsteilnehmer haben einen Umsatzanteil von weniger als zehn Prozent”, belegt Müller ihren Standpunkt mit Zahlen.
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Posted by admin on Apr 28 2009 in Allgemein